
Weingarten – Beim traditionellen Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Weingarten standen der Rückblick auf ein arbeitsreiches Berichtsjahr, die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements und zahlreiche Beförderungen im Mittelpunkt. Neben dem Einsatzgeschehen bot der Abend Gelegenheit, auf besondere Ereignisse zurückzublicken und die Vorhaben für das kommende Jahr vorzustellen.

Kommandant Horst Romer blickte in seinem Bericht auf insgesamt 327 Einsätze im Berichtsjahr zurück. Damit war die Feuerwehr Weingarten erneut stark gefordert. Hinter dieser Zahl stehen viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit und die Bereitschaft der Einsatzkräfte, jederzeit für die Sicherheit der Bevölkerung einzustehen. Hinzu kommen regelmäßige Übungen, Ausbildungen und weitere Dienste, die den Feuerwehralltag über das gesamte Jahr prägen.
Romer betonte zudem den hohen Stellenwert der Sanitätsausbildung bei der Feuerwehr Weingarten. Sie schafft die Grundlage dafür, dem Rettungsdienst bei Drehleiterrettungen, Verkehrsunfällen oder Einsätzen der Höhenrettung professionell zuzuarbeiten und die Versorgung und Rettung von Patienten gemeinsam zu bewältigen.
Die Feuerwehr Weingarten zählt aktuell insgesamt 136 Mitglieder. Davon gehören 88 der Einsatzabteilung, 24 der Jugendfeuerwehr und 24 der Altersabteilung an. Bei der Jugendfeuerwehr sind zudem vier Anwärter verzeichnet.
Ein besonderer Erfolg gelang beim Leistungsabzeichen in Gold. Erstmals seit 2007 konnten wieder zwei Gruppen an den Start gehen – beide bestanden den Leistungswettbewerb bei der Feuerwehr Kißlegg erfolgreich. Die intensive Vorbereitung und das sichere Zusammenspiel der Beteiligten zahlten sich damit aus.
Ein ausdrücklicher Dank galt außerdem den langjährigen Unterstützern und „Partnern der Feuerwehr“. Hervorgehoben wurden die Unternehmen Baumgärtner und Garten Müller, die der Wehr als verlässliche Partner zur Seite stehen.

Auch die Jugendfeuerwehr blickte auf ein engagiertes Jahr zurück. Neun Jugendgruppenleiter begleiteten den Nachwuchs bei 39 Pflichtübungen und 22 freiwilligen Veranstaltungen. Eine Übungsbeteiligung von 88 Prozent zeigt, mit wie viel Interesse und Verlässlichkeit die Jugendlichen dabei sind. Übertritte in die Einsatzabteilung gab es im Berichtsjahr nicht, da keiner der Jugendlichen das Übertrittsalter erreicht hat. Den Betreuerinnen und Betreuern galt ein besonderer Dank für ihren Einsatz in der Nachwuchsarbeit.

Für das Jahr 2027 stehen bereits zahlreiche Aufgaben und Vorhaben an. Neben Einsätzen, Übungen und Ausbildungen gehört dazu auch die Haushaltsplanung für 2028 und 2029. Für die große Zustimmung und die Genehmigung der neuen Entschädigungssatzung ab dem 1. Januar 2027 sind Führung und Mannschaft dankbar. Dies zeigt, dass Stadt und Gemeinderat hinter dem außerordentlichen Einsatz der Feuerwehr für ihre Bürger stehen. Geplant sind außerdem ein gemeinsamer Ausflug und der Tag der offenen Tür am 20.06.2027.
Auch die Weiterentwicklung des Fuhrparks wird die Feuerwehr beschäftigen: Für den Mannschaftstransportwagen MTW 1 soll die Ersatzbeschaffung ausgeschrieben werden. Vorgesehen ist ein Fahrzeug mit Elektroantrieb. Hinzu kommen voraussichtlich mehr als 80 Dienste in der Atemschutzübungsanlage sowie etwa 80 bis 100 Brandsicherheitswachdienste. Verschiedene Lehrgänge in Weingarten sollen die Ausbildung unter anderem in den Bereichen Atemschutz, Sprechfunk, Truppmann und Truppführer, Absturzsicherung sowie einfache Rettung aus Höhen und Tiefen ergänzen. Die Jugendarbeit bleibt ebenfalls ein wichtiger Schwerpunkt.

In seinem Grußwort dankte Oberbürgermeister Clemens Moll allen Abteilungen für ihr Engagement – von der Jugendfeuerwehr über die Einsatzabteilung bis hin zur Altersabteilung. Die neue Entschädigungssatzung sei aus seiner Sicht ein Dankeschön der Stadt und des Gemeinderates für die außerordentlichen Leistungen und den ausgeprägten Gemeinschaftssinn innerhalb der Feuerwehr.

Einen besonderen Stellenwert nahmen die Beförderungen ein. Sie würdigen die Ausbildung, Erfahrung und das Engagement der Feuerwehrangehörigen.









Die Feuerwehr Weingarten gratuliert allen Beförderten und dankt ihnen für ihren Einsatz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Der Kameradschaftsabend machte einmal mehr deutlich, wie viel die Mitglieder aller Abteilungen gemeinsam leisten – im Einsatz, in der Ausbildung und für den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehr.